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#1336 RE: Optimismus von Markus Wurmer 13.09.2019 11:22

Sicher hat es was gelernt, Josef hatte am Anfang auch viel größere Verluste als jetzt, die Bienen lernen es, wie man sich gegen die Varroa zur Wehr setzt, aber nur, wenn ein entsprechender Befallsdruck da ist, wenn wir da immer vorher schon mir Behandlungen eingreifen, treten wir ewig auf der Stelle.

#1337 RE: Optimismus von SiWolKe 13.09.2019 16:49

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Zitat von Markus Wurmer im Beitrag #1336
Sicher hat es was gelernt, Josef hatte am Anfang auch viel größere Verluste als jetzt, die Bienen lernen es, wie man sich gegen die Varroa zur Wehr setzt, aber nur, wenn ein entsprechender Befallsdruck da ist, wenn wir da immer vorher schon mir Behandlungen eingreifen, treten wir ewig auf der Stelle.


Es ist aber das behandelte Volk, Markus. Der Befallsdruck war aber trotz Behandlung wohl genug um irgendwas zu bewirken, oder sie möchten nicht mehr behandelt werden

#1338 RE: Was war heute los? von Franz Emmerig 13.09.2019 23:51

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Zitat von Fanterer im Beitrag #1226
Die Völker die sich bereits über mehrere Winter behanldungsfrei bewährt haben, haben keine oder kaum Milben und sind somit als safe zu betrachten.

Es waren bisher immer die frischen Ableger des gleichen Jahres die in erster Linie Probleme bekommen haben, die werden aber auch nicht pauschal behandelt werden.

@ Fanterer:
Hallo Stefan,
was sind das für Ableger? Mit der alten Königin? Wie kann man dann die Probleme erklären bzw. verstehen? Oder mit Weiselzelle bzw. Nachschaffungszellen?

Und die Völker, die sich bereits über mehrere Winter behandlungsfrei bewährt haben, wurde da die alte Königin entnommen oder war da keine Schwarmneigung?

#1339 RE: Was war heute los? von SiWolKe 14.09.2019 15:43

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Zitat von Fanterer im Beitrag #1226


Die Völker die sich bereits über mehrere Winter behanldungsfrei bewährt haben, haben keine oder kaum Milben und sind somit als safe zu betrachten.

Es waren bisher immer die frischen Ableger des gleichen Jahres die in erster Linie Probleme bekommen haben, die werden aber auch nicht pauschal behandelt werden.
Auf Dauer ist aber der Aufwand zu groß jedes Jahr über 1/3 der Ableger vom Vorjahr zu verlieren.

Ich Vergleiche den Befall der Völker untereinander und wenn es diesjährige Ableger gibt die deutlich! was den Befall betrift ausbrechen, greife ich ein.
Dabei ist es dann egal ob dieses "ausbrechen" bei 2% liegt (wenn die Mehrheit der Völker um die 0% Befall haben) sehe ich bei einem frischen Ableger auch 2% evtl. bereits als kritisch an.
Aber das sind jetzt erst mal Versuche und Vergleiche die man am erst im Frühjahr 2020 auswerten kann.




Darüber habe ich gestern mit Erik eine heisse Diskussion per mail geführt, denn ich habe ja auch so einen Ableger 2018 gehabt, den ich behandelt habe ( seit 6 Jahren die einzige Behandlung) und dieses Jahr hat die gleiche Königin keine Milben, was ich nicht verstand.

Erik sagt, die Ableger haben Brut von einer anderen Königin drin ( in meinem Fall die der alten von 2017, 2018 wurde der Ableger aus Schwarmzellen erstellt und bekam Brutwaben) und deren Mikrofauna, auch die Bienen haben andere Massnahmen gelernt, bis die neuen Generationen schlüpfen. Erik meint, das umzuändern dauert eine Saison.
Deshalb ist seine Meinung, diese Ableger müssen erstmal am Leben erhalten werden bis sich das Potential der neuen Königin zeigt, dann können sie umgeweiselt werden oder auch nicht und zu Produktionsvölkern werden.
Erst dann zeigt sich die Genetik.
Die Behandlungen verhindern, daß die Bienen andere Völker am Stand massiv anstecken. Die Behandlungen dürfen seiner Meinung nach nicht zu schwach sein sondern müssen wirken.
Um die Mikrofauna wieder zu stärken gibt er danach eine Brutwabe aus einem resistenten Volk und Honigwaben hinein, als eine Art Impfung.
Ab dem nächsten Frühjahr wird dann geprüft, ob das Volk resistent wird oder nicht.

Auch meine zwei Ableger in Schweden hat er behandelt, ich habe sie ja günstiger bekommen, weil sie noch nicht geprüft sind. Er wollte mir eben keine vermilbten geben, obwohl es mir egal war.
Das Produktionsvolk dort hat eine neue Königin bekommen, weil er die Alte zu alt fand für mich. Dieses Volk ist nicht behandelt worden, die Königin stammt aus seiner Zucht, ist nicht von den Bienen selbst gezogen worden.

Ich kann jetzt nur bestätigen was Fanterer gesagt hat und ihn zu den Maßnahmen beglückwünschen. Es ist wohl der richtige Weg.

#1340 RE: Was war heute los? von Markus Wurmer 14.09.2019 19:34

Wenn viele Völker in einer Reihe stehen, und nur so 2 cm tiefe Fluglöcher haben, wo Fremdlinge viel schneller eindringen können, kann es eher Verflug/Drift/Räuberei geben.
Das eine Volk hat ja auch, umgeben von hoch mit Varroen belasteten Völkern, mit einem Abstand von einigen Metern zu den anderen überlebt, es müßte ja, wenn es zutrifft, dass es eine (starke)Drift auch wegen Varroa gibt, auch gestorben sein...
Deswegen sind für mich auch schon 2 Völker, ohne Abstand nebeneinander zu viel Sozialstress, und es kann eher Verflug geben.

#1341 RE: Was war heute los? von SiWolKe 14.09.2019 19:37

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Ach ich vergaß, Erik behandelt nur die, die nach zweimaligem Test über 3% Befall haben. Getestet wird zweimal im Sommer mit 2 Wochen Abstand ( Alkoholtest). Behandelt wird zweimal mit Thymol im 10 Tage Abstand.
Im Frühjahr wird auch nochmal getestet, alle, denn er achtet darauf ob die Milbenzahl konstant bleibt oder steigt.
Bleibt sie konstant, behandelt er nicht oder eventuell bei 5% Befall, wegen der Reinvasion.

#1342 RE: Was war heute los? von SiWolKe 14.09.2019 19:43

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Zitat von Markus Wurmer im Beitrag #1340
Wenn viele Völker in einer Reihe stehen, und nur so 2 cm tiefe Fluglöcher haben, wo Fremdlinge viel schneller eindringen können, kann es eher Verflug/Drift/Räuberei geben.
Das eine Volk hat ja auch, umgeben von hoch mit Varroen belasteten Völkern, mit einem Abstand von einigen Metern zu den anderen überlebt, es müßte ja, wenn es zutrifft, dass es eine (starke)Drift auch wegen Varroa gibt, auch gestorben sein...
Deswegen sind für mich auch schon 2 Völker, ohne Abstand nebeneinander zu viel Sozialstress, und es kann eher Verflug geben.


Ich hatte letztes Jahr bei jedem Volk Räubergitter dran. Den Abstand zu anderen Völkern hast du bei mir gesehen. Ca. 5m bei den Elgon.
Dieses Jahr habe ich keine Gitter, aber die Milbenzahlen sind trotzdem nur bei einem Volk höher, bei einem anderen hoch geblieben. Die anderen haben kaum Milben.
Ich glaube, wenn die Völker nicht nah beieinander auf Reihe stehen, gibt es kaum Drift, außer sie hungern. Oder fremde Bienen versuchen zu räubern. Das sollte man vermeiden, genauso wie das Füttern am Morgen mit Honig. Kleine Eingänge immer.

#1343 RE: Was war heute los? von 15.09.2019 11:47

Wegen 5G sollen jetzt alle im Wege stehenden Gehölze und Pflanzen weggeschnitten werden, denn die würden da angeblich stören, ein Skandal, dass sich auch die Führungsspitze der Grünen für 5G einsetzt.
Auch wären sämtliche Insekten, Bienen, Tiere und wir Menschen durch diese sehr viel stärkere Strahlung massiv bedroht.

#1344 RE: Was war heute los? von SiWolKe 15.09.2019 13:21

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Zitat von Gast im Beitrag #1343
Wegen 5G sollen jetzt alle im Wege stehenden Gehölze und Pflanzen weggeschnitten werden, denn die würden da angeblich stören, ein Skandal, dass sich auch die Führungsspitze der Grünen für 5G einsetzt.
nAuch wären sämtliche Insekten, Bienen, Tiere und wir Menschen durch diese sehr viel stärkere Strahlung massiv bedroht.



Das wird bei uns am See schon lange so gemacht seit die grünen Heizkraftwerke bedient werden. Es gibt zuwenig Grünmüll, also wird ständig alles abgeschnitten, auch nicht kurz liegengelassen sondern sofort auf die Anhänger geblasen und verbrannt, mit allen Amphibien und Insekten.
Am Aussterben ist nicht immer der Landwirt schuld.
Den Rest des Aussterbens besorgt der geförderte Weißstorch, der hier massenhaft gepflegt wird.

Dafür brüstet man sich als grüne Stadt, weil man mit Steuergeldern alle Verkehrsinseln mit Insektenpflanzen ausstattet. Verrückte Welt. Übrigens sind die Hänge der neu angeschlossenen und gebauten Autobahn ein Insektenparadies, obwohl die Grüneninitiativen immer dagegen vorgehen, daß alles verbaut wird, aber vorher war da nur Agrarmonokultur. jetzt können da die Wildbienen nisten und haben Tracht.

Im Dorf duldet man versiegelte Flächen mit Schotterbeeten und Stellplätzen, obwohl hier in jeder Wohngasse ein großer allgemeiner Parkplatz ist. Versiegelte Schotterflächen sind eigentlich verboten. Und auf unserer Gemeindewiese haben sie vor einem Jahr die Hecke drumrum abgeholzt.


Die ganzen versiegelten Flächen haben meist Schieferschotter. Der schwarze Schotter heizt das Umfeld so auf, daß alles abstirbt und der Mensch leidet. Dazwischen ein bisschen Rollrasen, dauergespritzt und gedüngt. Arme Erde.

#1345 RE: Ableger von Franz Emmerig 15.09.2019 15:43

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Zitat von SiWolKe im Beitrag #1339
Erik sagt, die Ableger haben Brut von einer anderen Königin drin ( in meinem Fall die der alten von 2017, 2018 wurde der Ableger aus Schwarmzellen erstellt und bekam Brutwaben) und deren Mikrofauna, auch die Bienen haben andere Massnahmen gelernt, bis die neuen Generationen schlüpfen. Erik meint, das umzuändern dauert eine Saison.
Deshalb ist seine Meinung, diese Ableger müssen erstmal am Leben erhalten werden bis sich das Potential der neuen Königin zeigt, dann können sie umgeweiselt werden oder auch nicht und zu Produktionsvölkern werden.

Interessante Sichtweise! Das bedeutet, zwischen Königin und Bienen funktioniert die Kommunikation und somit die Varroaabwehr nicht mehr richtig? Bei einem Ableger mit der Altkönigin dürfte aber dieses Problem dann nicht auftreten. Deshalb meine Frage an Fanterer.
Und bei einem abgeschwärmten Volk mit neuer Jungkönigin müsste sich das auch erst wieder einspielen?

#1346 RE: Grünschnitt von Franz Emmerig 15.09.2019 15:46

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Zitat von SiWolKe im Beitrag #1344
Das wird bei uns am See schon lange so gemacht seit die grünen Heizkraftwerke bedient werden. Es gibt zuwenig Grünmüll, also wird ständig alles abgeschnitten, auch nicht kurz liegengelassen sondern sofort auf die Anhänger geblasen und verbrannt, mit allen Amphibien und Insekten.

Das wundert mich. Wird der Grünabfall wirklich verbrannt? Bei uns in Bayern gibt es Abfalltrennung und die Grünabfälle kommen zur Verwertung in Kompostierungsanlagen. Das wurde ab 1990 aufgrund der Bürgerinitiative "Das bessere Müllkonzept" eingeführt.

#1347 Was war vorgestern los? von Franz Emmerig 15.09.2019 15:59

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Ich habe vorgestern zwei Königinnen von Lutz Eggert (Jena) eingeweiselt. Lutz Eggert selektiert auf Hygieneverhalten gegen Varroa und wurde von Jürgen Binder überredet, Wirtschaftsköniginnen anzubieten. Mal sehen ...

#1348 RE: Ableger von SiWolKe 15.09.2019 18:37

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Zitat von Franz Emmerig im Beitrag #1345
Interessante Sichtweise! Das bedeutet, zwischen Königin und Bienen funktioniert die Kommunikation und somit die Varroaabwehr nicht mehr richtig? Bei einem Ableger mit der Altkönigin dürfte aber dieses Problem dann nicht auftreten. Deshalb meine Frage an Fanterer.
Und bei einem abgeschwärmten Volk mit neuer Jungkönigin müsste sich das auch erst wieder einspielen?


Ja, mit Altkönigin müsste es funktionieren, wenn diese in der dritten Saison als Ableger genommen wird und sie in der zweiten Saison resistent war und dann den Winter überlebte.
Allerdings wird in der Erwerbsimkerei ja dann schon umgewechselt auf junge Königin und so eine höchstens zur Zucht noch benutzt, wenn sie gut war.

Bei einem abgeschwärmten Volk müsste der Schwarm mit resistenter Königin eigentlich auch dieselben Merkmale zeigen als aufgebautes neues Vok,, das zurückbleibende Volksteil muss aber von vorne anfangen, denn die Jungkönigin hat noch Restbrut und wird außerdem neu begattet, hat also neue Genetik.
Diese Genetik zeigt sich anscheinend auch erst in der zweiten Saison richtig.

Im Kompostwerk landet Hausmüll aus der Biotonne, Gemeindelandgrün kommt in das Heizwerk, Gestrüpp, das Gras kommt zu den Landwirten, deren Anlage zur Gaserzeugung nicht ausgelastet ist und sie speisen es dann wieder ins Netz. Es gibt auch private Landwirte mit eigener Biogasanlage, die bis zum Wald alles anpflanzen und dann fermentieren. Es gibt verschiedene Anlagen beim städtischen Heizkraftwerk, es hat eine Anlage zur Herstellung von Biogas und ein Holzschnitzelheizkraftwerk.

Ich wünsch dir viel Glück für die neuen Königinnen.

@fanterer, ich hoffe er beteiligt sich an der Diskussion und schildert seine Ableger, danke

#1349 RE: Ableger von SiWolKe 17.09.2019 20:10

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Heute haben wir das 10 000qm Grundstück gemäht und das war teilweise direkt bei den Bienen. Große Wolken von Bienen vor dem Stock beim Orientierungsflug, sobald die Sonne draufschien. Wunderbar!

Wolfgang ist gestochen worden, ratet mal von welchen Bienen? Nein, nicht die Elgon.

Die Buckfast. Soviel zur Sanftmutzüchtung. Ich lach mich tot! Es war noch nicht mal der Hybridstock, sondern eine Biene der Reinzuchtkönigin!

Ich hab die Fütterungen beendet, nachdem ich das Knöterichfeld entdeckt habe. Das Wetter macht noch mit. Beim Buckfaststandort beginnt ein Senffeld zu blühen.

#1350 RE: Ableger von Markus Wurmer 19.09.2019 01:01

Heut nacht wird's wieder zapfig...gut, dass sie von allen Seiten von warmhaltigen Wänden umgeben sind, und tiefe Fluglöcher haben.

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