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#1411 RE: Heute von Fanterer 22.03.2020 16:26

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Hallo Zusammen,

Am Freitag habe ich die Völker am Waldstand kontrolliert, die im Bienenhaus bereits eine Woche vorher.

Ich bin zufrieden und positiv überrascht.

24 Völker wurden eingewintert,
Davon haben 15 überlebt und 9 sind gestorben.

Von diesen 15 Völkern haben 10 Völker mindestens 6 besetzte Waben und 5 Völker weniger als 6 besetzte Waben.
4 Völker sind so stark, das ich bereits Anfang April eine Zarge untersetzen werde sofern es die Temperaturen zulassen.

Wenn alles soweit klappt werden dieses Jahr vom Stock "002-16" Königinnen nachgezogen.

Alle Daten wie immer in der Stockkarte


Viele Grüße und bleibt gesund

#1412 RE: Heute von Markus Wurmer 23.03.2020 10:26

Zitat von Fanterer im Beitrag #1411

24 Völker wurden eingewintert,
Davon haben 15 überlebt und 9 sind gestorben.


Hallo Stefan,
das ist ganz hervorragend!

Bei mir hat von 4 Völkern bis jetzt hat nur eins überlebt, hab aber noch nicht reingeschaut, da warte ich, bis es wärmer ist, sie haben Pollen und Nektar eingetragen, jetzt bei der Kälte holen sie nur Wasser.
Bin am Überlegen, ob ich heuer ab einer bestimmten, kritischen Milbensituation eine Brutentnahme mache...sonst sind die Verluste auf Dauer zu hoch, wenn man gar nix macht.

bleibt gesund!
markus

#1413 RE: Heute von Fanterer 23.03.2020 13:10

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Hallo Markus,

Zitat
Bin am Überlegen, ob ich heuer ab einer bestimmten, kritischen Milbensituation eine Brutentnahme mache...



dazu haben ich anfang März einen Vortrag bei uns im Verein gehört.


Ich denke man könnte besonders auch das Fangwabenverfahren sehr gut mit der Flüglings Bildung kombinieren die ich immer gerne praktiziere da ich keine Schwärme einfangen kann.


Das könnte dann z.B. so aussehen:

1. Ein Volk ist stark genug für eine Teilung

2. Die Königin wird gesucht und verbleibt nur mit Leerwaben, offenen Brutwaben und den Honigwaben am alten Standort,
alle Flugbienen verbleiben somit bei der Königin (ähnlich Schwarm)

3. Die verdeckelte Brut und mind. eine Wabe mit jüngster Brut kommt einige Meter weiter in eine neue Beute, es wird eine Königin nachgezogen.

4. Man kann davon ausgehen das es mindestens 25 Tage dauert, bis wieder eine legende Königin vorhanden ist.

5. Es dauert weitere 9 Tage bis die erste Brut der neuen Königin verdeckelt wird, sprich bis die Varroamilben wieder in neue Brutzellen eindringen können.

6. Wenn man davon ausgeht, dass der Ableger bei seiner Bildung Brut in allen Stadien enthalten hat, also auch Eier, dann wäre der Ableger zwischen dem 21. und dem 25. Tag Brutfrei.

7. Hängt man also am Tag 19-21 nach der Ablegerbildung eine Fangwabe mit Brut ein, die kurz vor der Verdeckelung steht und entnimmt Diese Wabe zwischen dem 25. und 28. Tag,
dann sollten sich einige Milben in diese Wabe verirrt haben die dann vernichtet werden kann.

Der Ableger mit der neuen Königin wäre somit schon mal deutlich entlastet, bei dem Teil mit der alten Königin würde ich natürlich keinerlei Behandlung machen auch keine Fangwabe oder Brutentnahme.

#1414 RE: Heute von Markus Wurmer 23.03.2020 13:44

gute Idee! danke! Stefan.
Hast du selber das schon mal gemacht?

#1415 RE: Heute von SiWolKe 23.03.2020 14:59

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Ich habe Markus am Samstag meine 5 Überlebensvölker weitergegeben. Ich habe einen 2/3 Verlust, die Hälfte des Verlustes sind wieder Königinnenprobleme.

Ich bin traurig, aber auch happy in Schweden sofort weitermachen zu können und happy daß Markus jetzt die Bienen betreut! Wir stehen in regem Austausch und unsere Überzeugungen passen gut! Voll die Praktiker! Danke!


Meine neuen Beuten sehen folgendermassen aus: Vertikal ausgerichtet. Naturbau.Seitlich kann gedämmt werden. Warmbau. Andere Fluglöcher. Auf die Bruträume werde ich ein Absperrgitter setzen, damit im Juli keine Brut im aufgesetzten Honigraum ist. Denn spätestens im Juli nehme ich den ab. um große Kränze zu bekommen. Allerdings muss ich erst aufpassen, daß ich nicht den Herbst-bzw. Heidehonig als Winterfutter drinlasse, er ist ziemlich ungeeignet. Ich werde nur eine Honigzarge aufsetzen, wenn überhaupt, und daraus ab und an eine Wabe nehmen und einfrieren. Sind es dann genug, kann ich schleudern.
Oder ich lasse den Honigraum drauf bis Spätherbst, falls die Bienen unten schon den Frühjahrs-und Sommerhonig gut eingelagert haben. In Schweden muss man andere Dinge beachten als in Deutschland. Dort fängt nächste Woche erst der Frühling an.

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#1416 RE: Heute von SiWolKe 23.03.2020 19:25

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Natürlich war es etwas früh zum Auswintern. Also ist es nicht Markus´Schuld, wenn noch was abnippelt.
Aber Corona hat uns etwas beschleunigt mit der ganzen Geschichte.
Stefans Erfolge sind ja echt phänomenal
Ich muss ehrlich zugeben, daß ich zwar jetzt weiß, was Sache ist, aber leider die Völker ziemlich vernachlässigt habe letztes Jahr, wegen der Auswanderung.

Ich hoffe, daß die zweijährigen Königinnen weiterhin gut überleben. Daß eine konventionelle Königin ohne aus einer Resistenzzucht zu kommen ( Trachtkönigin) 2 Jahre ohne jede Behandlung überlebt, finde ich echt krass und es hat meine Denkweise ziemlich verändert.
Ich habe meinen Fokus auf eine gute Begattungssituation ( Wetter, viele Drohnen) verlegt und darauf, möglichst wenig Spritzmittel im Umfeld zu haben.
Dem Standort mit seinem Wetter und der Genetikdiversität messe ich vielmehr Bedeutung bei als früher, wo mein Fokus auf kleinen Zellen und Isolation von Imkern lag.

#1417 RE: Heute von Fanterer 24.03.2020 08:34

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Hallo Sibylle,

Zitat
wo mein Fokus auf kleinen Zellen und Isolation von Imkern lag.



Das sehe ich wie du, auf perfekte kleinzellige Waben und einen isolierten Standort lege ich auch keinen größeren Wert mehr, es hat sich einfach gezeigt das diese beiden Faktoren eher eine untergeordnete Rolle spielen.

Und ich muss widersprechen, es war nicht zu früh für eine erste Durchsicht (Temperaturen von über 15 Grad waren vorhanden), in meinen Fall bin ich sicher, dass ich durch das Rücken von vollen Futterwaben an das Brutnest bei den etwas schwächeren Völkern, dem ein oder anderen Volk die Auswinterung erleichtert habe ohne ansonsten etwas zu manipulieren.
Wenn es jetzt nochmal kalt wird (gerade ist das der Fall) brauche ich mir keine Sorgen machen das die schwächeren Völker das Futter nicht erreichen können, das wäre sehr schade, denn sie haben überlebt.

Deine Kästen gefallen mir super! So ein Neuanfang hat eben auch den Vorteil das man gewisse Dinge von Grund auf verbessern oder neu überdenken kann.
Ich kenne einen Imker aus unserem Verein, der hat ähnliche Hochwaben und schwört darauf, ich kann mir das gut vorstellen das die Hochwaben für die Bienen von Vorteil sind.
Sagmal wofür sind die beiden seitlichen Kammern bei dem Kasten, werden die noch mit etwas aufgefüllt?
Ist das ein in Schweden gängiges Wabenmaß oder eine Eigenkreation?

@Markus Wurmer

Zitat
Hast du selber das schon mal gemacht?



Bislang noch nicht, aber da wir ja sehen das die neu gebildeten Völker im ersten Jahr oft Probleme bekommen, wäre es eine Überlegung wert.

#1418 RE: Heute von SiWolKe 24.03.2020 10:22

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Zitat von Fanterer im Beitrag #1417
Sagmal wofür sind die beiden seitlichen Kammern bei dem Kasten, werden die noch mit etwas aufgefüllt?
Ist das ein in Schweden gängiges Wabenmaß oder eine Eigenkreation?


Ja, ich weiss aber noch nicht, was ich da nehme. Wahrscheinlich Stroh, oder sogar einfach Zeitungspapier...

Nein, die Schweden haben vorwiegend Langstroth, viele stellen aber auf dadant um. Es gibt auch ein Schwedenmaß, die Kästen sehen aus wie kleine 10er Dadant. Diese Imker haben nur Vollzargen, die sie kombinieren.
Aber ich habe noch nicht alles gesehen.

Zu der Milbenbekämpfung:
meine Meinung ist, daß die Genetik und die Umwelt am Standort zusammen alles entscheidet. Das heisst, wenn eine Königin resistent ist, muss sie auch fruchtbar sein. Wenn ihr euch eine Königin kauft, nehmt eine aus Inselbegattung oder aus einem Stand mit vielen verschiedenen Genen, sie hat die besten Chancen, lange dafür zu sorgen, daß sie Nachschub produzieren kann, wenn das Volk stark von Milben befallen ist. Oder stellt die Ableger an einen Platz mit viel Drohnenflug, egal, wie dort die Genetik ist. Und achtet auf das Wetter, wenn sie fliegt. Sie sollte möglichst oft fliegen können, die Bienen wissen es genau, wann das möglich ist, deshalb vermehrt man am besten im Schwarmtrieb.

Beim Ablegermachen auf die Milbensituation zu achten ist meines Erachtens zu spät. Schon vorher sollte man eingreifen, wenn verkrüppelte Bienen sichtbar sind und zuviel Milben fallen. In dem Moment, wo die Winterbienen verschwunden sind, muss man anfangen zu beobachten. Dann evt. einen Kunstschwarm auf neue Waben oder Rahmen ohne Brut machen, mit dem ganzen Volk, oder dem Teil mit der Königin.
Mit dem weisellosen Teil kann man so verfahren wie Fanterer sagt und hat dann auch noch Honig, wenn einem das wichtig ist.

Eine der 2 jährigen Königinnen wurde von mir 2018 mit Thymol behandelt. Die Behandlung hat das Volk anscheinend gesundet und ihm einen Neustart erlaubt, denn 2019 musste ich nicht eingreifen.
Gleichfalls war der mit Oxalsäure behandelte Kunstschwarm ein guter Start, diese Königin hat aber auch sofort Zellen geöffnet.
Deshalb bin ich jetzt doch froh, daß Erik meine Bienen in Schweden behandelt hat bevor ich sie bekam, erst war ich sauer. Aber die Gewöhnung an einen neuen Standort nimmt viel von den Milbenbekämpfungsaktivitäten der Bienen weg.

Ich selbst werde aber in Zukunft nur mit Puderzucker und Brutentnahmen BEHANDELN, groß geschrieben, weil Brutentnahmen eine krasse Behandlung ist. Aber besser als Chemie.

Der Standort wo meine konventionellen Bienen in Deutschland standen war optimal, deshalb war dort die Überlebenschance für unbehandelte konventionelle Völker höher. Viel Sonne, Wildpflanzentracht, jede Menge Drohnen und Fremdvölker, die Drohnen freisetzen, rundum.
Dort hat eine Königin mit ca. 30 Bienen den Winter überlebt. Ich habe sie in ein weiselloses Volk vom Stand, das noch viele Bienen hatte, eingesetzt.

Alles Gute euch allen in dieser harten Zeit der Epidemie. Wir können im Moment nicht nach Schweden reisen, weil uns Mecklenburg-Vorpommern nicht nach Rostock auf die Fähre lässt.
Mal sehen bis Ende April, ich hoffe Erik bleibt gesund, er hat versprochen, nach meinen Bienen dort zu schauen und evt. eine Box aufzusetzen wenn nötig.

Und denkt dran, Thema Binder und Co. es sind Behandler, auch wenn sie manche Völker nicht behandeln. Behandlungsfreie Imkerei ist Umdenken, anders arbeiten und selbst neue Ideen entwickeln zum Wohle der Bienen.
dafür braucht ihr definitiv nur Grundkenntnisse, Beobachtungsgabe und den Mut, keinen Mentoren zu folgen.

#1419 RE: Heute von Markus Wurmer 15.04.2020 12:10

Hab ihnen eine vierte Tränke eingerichtet, bei den drei Tränken war heute ein derart großes Gedränge, so daß sie zu raufen begannen.

#1420 RE: Heute von Markus Wurmer 15.04.2020 12:11

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#1421 RE: Heute von skarabee 18.04.2020 14:05

hallo [sonne]
bei mir ist von 8 eingewinterten völkern 1 verstorben. alle anderen haben ohne nennenswerten massenverlust überwintert, eines war weisellos, da konnte ich das schwester-jungvolk dazuhängen. die hatten dadurch das meiste personal und als allererstes einen honigraum bekommen.
6 völker sind mir aber zuviel zZ und ich konnte 2 völker an einen demeter-imker in der nähe weitergeben.

die bienen, die aus behandlungsimkerei kamen, waren vergangenes jahr sehr DFW-anfällig. unter hohem virendruck habe ich sie eng gehalten und dann in ableger zerlegt. aus 2 völkern 5 ableger gemacht mit jeweils mehreren schwarmzellen, davon sind nur 3 königinnen geschlüpft! eine davon hatte verkrüppelte flügel! und blieb unbegattet, eine weitere hat den winter nicht überlebt. die verbliebene ist die siegerin dieser harten auslese, und wird weitervermehrt. ich bin damit einen schritt weiter in richtung krankheitsresistenz.

ich wünsche Euch weiterhin freude und erfolg mit Eurer bienhaltung
herzliche grüße
skarabee

#1422 RE: Heute von Fanterer 07.07.2020 09:52

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Gestern habe ich doch tatsächlich noch einen Schwarm von einem meiner Völker im Bienenhaus bekommen.
Obwohl es eigentlich um diese Zeit nur noch selten Schwärme gibt, war dieser sehr groß und dürfte ca. 2,5kg gehabt haben.

Ich konnte ihn gut einfangen da er nur 1,5m über dem Boden im Pflaumenbaum hängte.

Das abgeschwärmte Volk konnte ich auch ermitteln, somit ist auch klar welche Königin der Schwarm hat.
Der Schwarm hat den Namen des abgeschwärmten Volkes erhalten und wurde am Waldstand noch am selben Tag eingeschlagen.

Interessant dabei ist, das der Schwarm aus einem der wenigen Völker ohne Elgon Einschlag (gelbe Ringe) stammt.
Somit bewahrheitet sich mal wieder, das Völker mit Carnica Abstammung eher schwärmen wollen.



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#1423 RE: Heute von SiWolKe 01.02.2021 14:40

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In Schweden müssen meine 5 Völker jetzt Temperaturen von minus 15-18 Grad ertragen.
In einer Woche kommt die Sonne wieder hin und schaffts über den Wald.

#1424 RE: Heute von Fanterer 28.02.2021 18:16

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Heute mal die Mäusegitter bei den Völkern im Bienenhaus entfernt, die haben sonst Probleme den Pollen einzutragen.
Bei den Völkern im Wald warte ich noch ein bisschen.

#1425 RE: Heute von Fanterer 18.03.2021 16:00

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Unsere armen Bienen, der März meint es bisher nicht gut mit ihnen
Die Kätzchenweiden blühen schon aber es ist kein Flugwetter bei knapp 5 grad und immer wieder Schneefall.
Hoffe es geht bald aufwärts mit den Temperaturen, es kribbelt schon in den Fingern

Bislang waren es nur drei oder vier Tage wo für wenige Stunden Polleneintrag möglich war.

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